Der große Markt der Dienstleistungen


Singlebörsen und Partnerschaftsvermittlungen

Die Zeiten, wo man Partner fürs Leben oder Lebensabschnitte über Freunde, Verwandte oder durch psychische Anwesenheit in Fitnessstudios, Bars oder Discotheken nur kennengelernt hatte, sind lange vorbei. Der Markt an Singlebörsen und Partnerschaftsvermittlungen über das Internet ist heute

gewaltig. Man schätzt, dass bis zu acht Millionen Menschen in Partnerschaftsagenturen online sind. Online-Kontaktbörsen und Partnervermittlungen liegen seit Jahren im Mega-Trend. Man schätzt, dass im Jahr 2010 viermal mehr Menschen in Online-Partnerportale gehen werden, als dies noch Anfang/Mitte des neuen Jahrtausends der Fall war. Den Partnersuchmarkt, der überwiegend im Internet stattfindet, kann man in Kontaktbörsen und Partnervermittlungen vereinfacht unterscheiden. Singlebörsen werden als Kontaktbörsen definiert, wo bestimmte Nutzerangaben als Profile eingestellt werden. Solche Singlebörsen sind sehr offene Marktplätze, wo der Nutzer gezielt nach Partnern suchen kann. Dieser Singlebörsenmarkt im Internet soll bis 2011 über eine halbe Milliarde Euro schwer sein. Die Wünsche der User können sehr unterschiedlich sein und reichen von erotischen Absichten bis zu Heiratswünschen. Die Angebote sind meistens als Basisangebot kostenlos, so dass man in vielen Portalen zuerst kostenlos suchen kann. Meistens sind dann die Kommunikations-Features in den Single-Börsen mit Mitgliedschaften verbunden. Auf Grund des Männerüberschusses in vielen Single-Börsen gibt es für Frauen kostenlose Offerten in Form von Premium-Produkten. In der Regel werden Monats-Abonnements in den Singlebörsen angeboten. Manche Anbieter haben auch Schnupper-Angebote für Neugierige. Vor der Anmeldung sollte man sich immer genau über die AGBs informieren.

Im Gegensatz zu den Single-Börsen bieten Partnervermittlungen über spezielle Auswertungsprogramme geeignete Partner an. Die Vermittlungslogistik ist meist viel umfangreicher als bei Singlebörsen. Im Gegensatz zum Markt der Singlebörsen ist hier der Markt recht ruhig an Anbietern. Vor allem auch Features wie paarpsychologische Tests helfen bei der Auswahl des richtigen Partners in den Mitgliedsportalen. Die Tests sind je nach Anbieter sehr umfangreich und wissenschaftlich fundiert erhoben. Der Markt der Partnerschaftsvermittlungen ist immer zielgruppenspezifischer geworden. Heute gibt es Anbieter für langfristige und ernsthafte Beziehungen oder für Akademiker. Erotische Abenteuer spielen heute in der Partnervermittlung kaum mehr eine Rolle. Hier haben sich nur wenige spezialisierte Anbieter im Markt durchgesetzt. Im Internet findet man eine Reihe von Vergleichen zu den Partnerschaftsvermittlungen. Zu den Features der Online-Partnerschaftsvermittler gehören zum Beispiel der gezielte Fotoaustausch, Partnerschaftsvorschläge oder Kontaktaufnahmen über Chats. Wichtige Punkte für den User sind zum Beispiel die Anzahl der Kontaktvorschläge, die Qualität des Vermittlungsverfahrens oder die kostenlosen Services. Meistens unterbreiten die Online-Partnerschaftsagenturen Mitgliedsangebote für drei, sechs oder zwölf Monate. Das Geschlechtsverhältnis geben viele an, allerdings muss der User auf die Daten vertrauen.

Manche Anbieter im Internet sind auch nur auf die Partnervermittlung in einer Region oder einem Land spezialisiert. Vor allem in Osteuropa ist ein großer ausländischer Partnerschaftsvermittlungsmarkt entstanden. Hier gibt es viele Agenturen und Online-Anbieter für Polen und Russland. Die Seriosität des Anbieters sollte hier immer überprüft werden. Ohne Kontaktangaben oder AGBs sollte man keine der Angebote wahrnehmen. Der Bereich der Partnerschaftsvermittlung ist auch mit besonderen rechtlichen Aspekten verbunden. Es gibt vereinzelt über spezialisierte Anwälte Informationsseiten zu den rechtlichen Aspekten und den deutschen Urteilen. Ratgeber findet man zum Beispiel auf den Internetseiten des Bundesverbands für Partnerschaftsvermittler in Europa e.V. (BvP). Hier gibt es Ratgeber zu nationalen und internationalen Partnerschaftsvermittlungen. Der Fachverband hat zum Beispiel für seine Mitglieder einen Ehrenkodex ins Leben gerufen. Der Ehrenkodex des BvP ist auf der Internetseite kommuniziert. Im Jahr 2005 hat zum Beispiel die Stiftung Warentest 16 marktbedeutende Singlebörsen und Partnerschaftsvermittlungen im Internet getestet.